Penthouse-Piraten

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Interior Design, ReDesign, Architektur, Homestaging

Fliesen als dekoratives Element

Noch gar nicht so lange ist es her, da wurden Wohnräume mit fürchterlichen Fliesen bestückt. Alles im Namen der Hygiene und in Anlehnung an italienische Interiors. Das Ergebnis war die Etablierung von in unseren Breiten unpassenden Böden, die einen kalten und unwohnlichen Eindruck hinterlassen. An irgendeine Art von angenehmer Atmosphäre ist damit leider nicht zu denken und das einzige was man damit machen kann ist, diese Böden so weit wie möglich abzudecken, wenn man sie nicht herausreißen mag.

Aber auch in dieser Hinsicht hat sich einiges getan. Es gibt mittlerweile Fliesen in jeglicher vorstellbaren Optik, Fliesen, die sich auch in unseren Breiten gut eignen und die den Vorteil einer Fliese, nämlich leicht zu reinigen zu sein mit einer anspruchsvollen Optik vereinen. Es gibt Fliesen die Metall und Holz nachahmen und es gibt Hochglanzfliesen, Fliesen, die besondere Muster haben und auch individuell bedruckte Fliesen. So ist es möglich, ein ganz spezielles Bad oder einen ganz speziellen Raum nach eigenen Wünschen zu kreieren.

Hier wude ein neutraler Boden mit einer Hochglanzmosaikfliese für den Bartresen kombiniert

Eine ungewöhnliche Backsplashlösung, die alles andere als langweilig ist

 

Holzoptikfliesen, die eine sehr warme Note in den Raum bringen

 

Solche Fliesen in Holzoptik ahmen Parkett nach und finden auch in Wohnzimmern Anklang. Es gibt viele Muster, in denen man sie verlegen lassen kann. So ist auch hier noch einmal eine individuelle Lösung möglich

 

Hochglanzfliesen, die zu modernen Möbeln einen coolen, sehr eleganten Look vermitteln

 

 

So individuell können Fliesen verlegt werden. Leicht kann man so eine Insel bilden, die den Raum optisch aufteilt

Auch das sind moderne Fliesen, die ein völlig ungewohntes Raumgefühl vermitteln

 

Lassen Sie sich also nicht abschrecken, auch mal bei den Fliesen zu schauen, ob sich nicht eine passende Lösung für Ihre Bedürfnisse findet. Ist ja alles nicht mehr so wie früher!

 

Herzlichen Dank für die Fotos an

 

www.fliesenfreude.de

 

 

 

Weihnachtsfrühstück - die etwas andere Variante

 

Weihnachtsfrühstück
- Traditionelles Ereignis zum 2. Weihnachtsfeiertag, 
Rezept seit Generationen unverändert - 
kostet kaum, außer Mühe

von Anna

 

Man braucht für sechs Personen:

12 Scheiben Sandwichtoast

Füllung
4 Äpfel und 
4 Birnen
4 Nelken
3 Pimentkörner
1 Stange Zimt
1 Vanilleschote oder Vanillezucker
1 Prise Salz
1/2 Zitrone
Zucker

Teig
6 Eier
1 Becher Schmand
150 gr. Mehl
100 gr. Zucker
1 halbe Packung Backpulver
1/4 Tl. Zimt
1/2 Glas Milch

Ausbacken:
Butter

 

 

 

Zuerst stellt man die Füllung her, 

  • indem man Äpfel und Birnen schält und entkernt und in zuckerstückgroße Würfel schneidet.
  • Obst und Gewürze in einem Topf mit Deckel köcheln lassen, bis sie anfangen zu matschen. Nun die Gewürze herausfischen.
  • Mit Zitrone und Zucker so abschmecken, dass eine leicht süß/säuerliche Note hervortritt.

Beiseite stellen.

 

Teig herstellen 

  • hierfür Eigelb und Eiweiß trennen
     
  • Eiweiß sehr steiffff schlagen
     
  • spätestens jetzt muss der schimmernd eingeölte äthiopische Sklave  vom Küchentisch entfernt werden, so bitter es auch ist (mein Weihnachtsgeschenk, seufz), aber manchmal stört  auch er.
     
  • Eigelb mit Zucker und Zimt cremig hell schlagen
  • Schmand hinzufügen
  • weiterschlagen
  • Mehl, Salz, Backpulver mengen und soviel Milch unter Rühren hinzufügen, bis eine dickflüssige Konsistenz erreicht ist.
  • Eiweiß unterheben

 

Endspurt 

  • sechs Toastscheiben mit der noch warmen Füllung bestreichen
  • jeweils Toastscheibe auflegen
  • nun diagonal von den Ecken in vier Teile schneiden, so dass vier Dreiecke entstehen
  • vorsichtig im Teig baden und sofort in einer Pfanne mit zerlassener Butter auf mittlerer Stufe goldbraun ausbacken
     
  • vorher den wartenden Äthiopier aus dem Weg räumen, jetzt ist keine Zeit für gar nichts.

Die warmen, goldbraunen Happen dekorativ auf eine ovale Platte legen. Beim Servieren schnell abstellen, um die Finger vor angreifenden Messern und Gabeln zu schützen.

 

Muss frisch angerichtet werden. 
Zubereitungszeit ca. 1,5 Stunden, 
plus 3 Stunden Küche säubern. 

Es lohnt sich, die doppelte Menge herzustellen. 
Warum erklärt sich von selbst. 
Die Teilchen schmecken auch kalt.

 

Rettet die alten Künste.

Halloooo zusammen. Heute wird es recht schnell gehen, keine Angst. Es kommt kein 3m-Artikel. Mir ist am vergangenen Wochenende nur so einiges durch den Kopf gegangen. Meist ausgelöst durch Gespräche oder auch einen Fernsehbericht, habe ich mich im Internet mal auf die Suche nach ein paar Photos und Informationen für Euch gemacht.

 

Es läuft halt irgendwie immer wieder auf meine Lieblingsthemen raus, egal was der Auslöser dafür ist, oder gar das eigentliche Thema. Also eben die langweiligen Inneneinrichtungen. Da muss einfach wieder mehr passieren.

Also holen wir mal etwas weiter aus: Anna hat mir vor ein paar Wochen einen Bericht zukommen lassen, den ich wohl verpasst hatte, als er auf Vox lief. Darin ging es um das grosse Geld bei Häusern, Wohnungen, Luxus in diesem Feld und eben auch den dazugehörigen Menschen. Was war ich wieder platt... Da kaufen die Leute GRILLS, also "barbecues" ...ähem... für 25.000 Ocken! Ja, richtig gelesen. Auch Küchen für 250.000.- € sind durchaus drin. Bai den meisten wurde ich den Eindruck nicht los, es ging um das pure Angeben. Weder um die Freude am Kochen, noch um sonst irgendwas.

 

 

 

Bei der Kunst ist es ähnlich. Klar gibt es einige, die gerne mal was ausgeben für einen schon bekannten, mittleren oder auch grossen Künstler unserer Zeit. Dabei werden dann auch Summen ausgegeben, die der aufgeblähte Kunstmarkt im Moment für ein Werk hergibt. Als ob in 30 Jahren noch eine alte S... (sorry) bereit wäre, für eine runde Leinwand mit exakt aufgemalten, bunten Punkten 2,2 Mio Euro zu zahlen, nur weil dieses Werk von Damien Hurst ist.  

Eher die Regel ist aber, es wird für das in hellen Beige- und Weiss-Tönen gehaltene Loft mit der unglaaaaaauuuuublich mutigen, anthrazitfarbenen Wand im Wohnzimmer ein Bild in Auftrag gegeben, das zum einen das Farbkonzept nicht stört und zum anderen gut zum Sofa passt. Kinders, Bitte aufhören damit! Erstens damit, für sogenannte moderne und/oder abstrakte Kunst viel zu viel Geld auszugeben, sofern diese nicht wirklich Qualität hat, und zweitens damit, den Kontrast zwischen Farben, zwischen Dekoration und Basis, zwischen Kunst und Einrichtung zu scheuen wie der Teufel das Weihwasser.

 

 

 

Ich erzähle Euch dies heute, weil ich, als alter Textiler einerseits natürlich immer noch eine unglaubliche Faszination für edle Textilien, als Stoffe, entwickeln kann, und weil ich mir andererseits auch Sorgen mache, dass so vieles von wichtigem Kulturgut verschwindet.

Mir sind durch ein Fachgespräch die Stoffe eines der letzten Herstellers in Europa für Brokate, Seiden, Damaste, Jacquards...also eben für die gesamte textile Oberliga untergekommen. Was es da zu sehen und zu erfühlen gibt, ist einfach nur unglaublich und hat definitiv mit Kunst zu tun. Ich spreche von der Art Stoffen, die heute fast nur noch in Schlössern, Botschaften, Villen, also immer im Zusammenhang mit Antiquitäten verwendet werden.

 

 

Wenn man das sieht, ist es klar, dass sich die meisten denken: "schön und gut, aber was soll ich mit so nem pompösen Zeug, ich wohne in einer ultramodernen Wohnung". Okay, ein Sofa oder wuchtige Gardinen in von Hand auf 300 Jahre alten Webstühlen gefertigter Seide, am besten noch in 3 Lagen, sind in der Tat einem Loft in Berlin Mitte oder Düsseldorf Medienhafen schwer vorstellbar. Aber ein schriller Stuhl als Kontrast zum 4 m langen Minotti-Sofa? Warum bitte nicht?

Oder stellt Euch doch einfach einmal den breiten Durchgang in einem schicken Indiustrie-Loft vor. Rohe, vom Putz befreite Backsteinwände, eine geniale Beleuchtung und dann zwei 60cm schmale Stoffbahnen einer solchen Ware in 2.50m hohen Rahmen links und rechts der Tür. Anstatt der doofen Barocktapete an irgendeiner Wand.... Genial! Klappt's mit der Vorstellung? 

Ich denke, interessante Kontraste und Persönlichkeit sowie eigene Ideen tun jeder Behausung gut und wenn es dabei noch hilft, alte und vom Aussterben bedrohte Handwerkskunst zu bewahren, dann kann es nur gut sein!

Also: mal ab und zu durch die monochrome Einöde zuhause gehen und die Phantasie aktivieren!

Schöne Woche. Euer Luxusschweinchen aus Genf

 

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